Der goldne Topf 44

Veronika wacht in ihrem Zimmer mit Fieber auf und findet einen Taschenspiegel bei sich, in dem sie Anselmus beobachten kann.

– Als sie wieder zu sich selbst kam, war es heller Tag geworden, sie lag in ihrem Bette und Fränzchen stand mit einer Tasse dampfenden Thee’s vor ihr, sprechend: Aber sage mir nur, Schwester, was Dir ist, da stehe ich nun schon eine Stunde oder länger vor Dir, und Du liegst wie in der Fieberhitze besinnungslos da und stöhnst und ächzest, daß uns angst und bange wird. Continue reading “Der goldne Topf 44”

Der goldne Topf 43

Der Erzähler bezieht den Leser mit in die nächtliche Zauberei ein.

– Ich wollte, daß Du, günstiger Leser! am drei und zwanzigsten September auf der Reise nach Dresden begriffen gewesen wärest; vergebens suchte man, als der späte Abend hereinbrach, Dich auf der letzten Station aufzuhalten; der freundliche Wirth stellte Dir vor, es stürme und regne doch gar zu sehr, und überhaupt sey es auch nicht geheuer in der Aequinoktialnacht so ins Dunkle hineinzufahren, aber Du achtetest dessen nicht, indem Du ganz richtig annahmst: ich zahle dem Postillion einen ganzen Thaler Trinkgeld und bin spätestens um ein Uhr in Dresden, wo mich im goldnen Engel oder im Helm oder in der Stadt Naumburg ein gut zugerichtetes Abendessen und ein weiches Bett erwartet. Continue reading “Der goldne Topf 43”

Der goldne Topf 41

Veronika macht sich zum Aufbruch zum nächtlichen Treffen mit Äpfelweib-Liese bereit.

Siebente Vigilie.
Wie der Conrektor Paulmann die Pfeife ausklopfte und zu Bett ging. – Rembrandt und Höllenbreughel. – Der Zauberspiegel und des Doktors Eckstein Recept gegen eine unbekannte Krankheit. Continue reading “Der goldne Topf 41”