Der goldne Topf 16

Beim Wort “Kristallglocke” hat Anselmus wieder einen Flashback

Ja! fügte er hinzu, man hat wol Beispiele, daß oft gewisse Fantasmata dem Menschen vorkommen und ihn ordentlich ängstigen und quälen können, das ist aber körperliche Krankheit, und es helfen Blutigel, die man, salva venia, dem Hintern applizirt, wie ein berühmter bereits verstorbener Gelehrter bewiesen. Continue reading “Der goldne Topf 16”

Der goldne Topf 15

Anselmus ist wieder in der Realität angekommen und interessiert sich für Veronika

Aber dem Studenten Anselmus that es wohl, daß man sich seiner in der höchst betrübten Lage, für betrunken oder wahnwitzig gehalten zu werden, annahm, und unerachtet es ziemlich finster geworden, glaubte er doch zum ersten Male zu bemerken, wie Veronika recht schöne dunkelblaue Augen habe, ohne daß ihm jedoch jenes wunderbare Augenpaar, das er in dem Hollunderbaum geschaut, in Gedanken kam. Continue reading “Der goldne Topf 15”

Der goldne Topf 14

Paulmanns Tochter Veronika verteidigt Anselmus

– Der Student Anselmus wurde ganz betrübt über seines Freundes harte Rede, da sagte Paulmanns älteste Tochter Veronika, ein recht hübsches blühendes Mädchen von sechszehn Jahren: Aber, lieber Vater! es muß dem Hrn. Anselmus doch was Besonderes begegnet seyn, und er glaubt vielleicht nur, daß er gewacht habe, unerachtet er unter dem Hollunderbaum wirklich geschlafen und ihm allerlei närrisches Zeug vorgekommen, was ihm noch in Gedanken liegt. Continue reading “Der goldne Topf 14”

Der goldne Topf 13

Conrektor Paulmann sorgt sich um Anselmus’ Geisteszustand

– Gleich nachher stand auch der Conrektor Paulmann auf und setzte sich mit einer gewissen ernsten gravitätischen Amtsmiene zu dem Studenten Anselmus, seine Hand nehmend und sprechend: Wie ist Ihnen, Herr Anselmus? Continue reading “Der goldne Topf 13”

Der goldne Topf 12

Anselmus trifft Conrektor Paulmann und hat einen Flashback, man spricht über ihn

Schon wollte er in die Pappelallee bei dem Koselschen Garten einbiegen, als eine Stimme hinter ihm herrief: Hr. Anselmus! Hr. Anselmus! wo rennen Sie denn um tausend Himmelswillen hin in solcher Hast! Continue reading “Der goldne Topf 12”

Der goldne Topf 11

Anselmus ist es peinlich, Selbstgespräch geführt zu haben und für betrunken gehalten zu werden

Nun sah er erst wieder deutlich, wo er war, und besann sich, wie ein sonderbarer Spuk ihn geneckt und gar dazu getrieben habe, ganz allein für sich selbst in laute Worte auszubrechen. Continue reading “Der goldne Topf 11”

Der goldne Topf 10

Erscheinung verschwindet – Rückkehr in die Realität

Zweite Vigilie.
Wie der Student Anselmus für betrunken und wahnwitzig gehalten wurde. – Die Fahrt über die Elbe – die Bravour-Arie des Kapellmeisters Graun – Conradis Magen-Liqueur und das bronzirte Aepfelweib. Continue reading “Der goldne Topf 10”

Der goldne Topf 09

Die Nacht ? ruft zu Ruhe und Ordnung, die Erscheinung verschwindet

Aber als der letzte Strahl der Sonne schnell hinter den Bergen verschwand, und nun die Dämmerung ihren Flor über die Gegend warf, da rief, wie aus weiter Ferne, eine rauhe tiefe Stimme: Continue reading “Der goldne Topf 09”

Der goldne Topf 08

Erscheinung im Holderbusch, rätselhaftes Gezwitscher über Liebe und Lust

Hier wurde der Student Anselmus in seinem Selbstgespräche durch ein sonderbares Rieseln und Rascheln unterbrochen, das sich dicht neben ihm im Grase erhob, bald aber in die Zweige und Blätter des Hollunderbaums hinaufglitt, der sich über seinem Haupte wölbte. Bald war es, als schüttle der Abendwind die Blätter, bald, als kos’ten Vögelein in den Zweigen, die kleinen Fittige im muthwilligen Hin- und Herflattern rührend. Continue reading “Der goldne Topf 08”

Der goldne Topf 07

Anselmus beklagt sein Schicksal

– Daß ich niemals Bohnen-König geworden, daß ich im Paar oder Unpaar immer falsch gerathen, daß mein Butterbrodt immer auf die fette Seite gefallen, von allem diesen Jammer will ich gar nicht reden; aber, ist es nicht ein schreckliches Verhängniß, daß ich, als ich denn doch nun dem Satan zum Trotz Student geworden war, ein Kümmeltürke seyn und bleiben mußte? Continue reading “Der goldne Topf 07”