“Der goldne Topf” – Metafiktion

1. Was ist Metafiktion?

Metafiktion ist eine Art der Fiktion in der Literatur, bei der ein Werk seinen eigenen fiktionalen Charakter bewusst thematisiert. Metafiktional sind selbstreflexive Aussagen und Elemente vor allem von Erzählungen, die nicht auf Inhaltliches als scheinbare Wirklichkeit zielen, sondern dem Leser oder Rezipienten die Textualität oder Fiktionalität des Werkes im Sinne von „Künstlichkeit“, „Gemachtheit“ oder „Erfundenheit“ und damit verbundene Phänomene bewusst machen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Metafiktion

2. Verwandte Begriffe

Metafiktion, Metafiktionalität, self-conscious narration, Fiktionsironie, Metatext, Metanarration, Selbstreflexion, Erzähler-Leser-Kommunikation

3. Metafiktion in “Der goldne Topf”

Dieter Schrey weist in seinem Beitrag E.T.A. Hoffmann, Der goldene Topf, Auf der Himmelsleiter – ganz unten und ganz oben:darauf hin, dass ein “adäquates Verständnis des ‘Goldnen Topfs’ […] wohl nur möglich” sei, wenn man u.a. die Erzähler-Leser-Kommunikation untersuche:

Die Begegnung zwischen Erzähler und Leser findet im Rahmen der Handlung statt, auf einer eigenständig etablierten Realitätsebene, und zwar als immer wieder unternommener Versuch des Erzählers, mit dem Leser in einen Dialog zu treten. Um die Ich-Du-Achse “fiktiver Erzähler – fiktiver Leser”, die auf den außerhalb des Textes existierenden individuellen Autor E.T.A. Hoffmann und auf den genauso individuell verstandenen Leser verweist, dreht sich, wie zu zeigen ist, die gesamte Anselmus-Handlung.
http://home.bn-ulm.de/~ulschrey/literatur/hoffmann/goldtopf.html

4. Zum Weiterlesen:

Gerstenbräun, Martin: Rahmenbrüche und Metafiktionalität unter besonderer Berücksichtigung der Figurenanrede (Seminararbeit Universität Innsbruck ohne Bezug zu Hoffmann)

 

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